Mittwoch, April 30, 2008

Platz der himmlischen Moral

Nachdem auch die deutsche Wirtschaft und Politik seit vielen Jahren prima Geschäfte mit China macht, hat man vor kurzem urplötzlich gemerkt, dass in China hin und wieder das ein oder andere Menscherechtlein missachtet wird. Und die Spitzensportler sollen jetzt gefälligst mal richtig Flagge zeigen, um der Moral zum Recht zu verhelfen. Sollten dann die Olympioniken auf das Ereignis verzichten, für das sie ihr Leben lang trainieren, hätte man ein gutes Zeichen gesetzt und könnte danach wieder schön kooperieren mit China. Oder von den chinesischen Arbeitsverhältnissen lernen, die sicher fantastisch auf unsere übertragbar wären und unserem Wachstum nur guttun könnten. Das zumindest behauptete ernsthaft der Organisator der Hamburger China-Woche 2006.
Also: Sport Sport sein lassen. Wer jetzt Zeichen gegen Unfreiheit setzen möchte, kann ja seine ihm zugedachte Rolle als verantwortungsbewusster Verbraucher wahrnehmen. Gewisse deutsche Autokonzerne betreiben bei Olympia Sponsoring im großen Stil. Also dran denken, wenn man in Zukunft mal wieder nen Golf kauft!