Dienstag, Januar 29, 2008

Wie weit nach links soll's denn noch gehen?


Mit der schwierigen Frage konfrontiert, welche dieser großen Neuigkeiten mehr Einfluss auf mein unbedeutendes Leben haben könnte, habe ich mich dann doch für die boulevardeskere entschieden, also die über Lafo & Co. Zumal ich bereits durch "Report München", eine anständige Polit-Sendung in der ARD, darauf aufmerksam wurde, wie weit die bolschewistische Gefahr bereits gediehen ist. Beeindruckt, ja aufgeschreckt wurde ich angesichts eines Reichstagsgebäudes, dass vor lauter linker Übermacht rot anläuft, bedeckt von schwarzen Wolken. Mit Gargamel-Lachen oder linkischem Grinsen schlürfen siegessichere Kommunistenmäuler ihren roten Ossi-Sekt. Zum Weglaufen! Ein Politikexperte erklärt uns, dass unter dem immensen Druck von links auch die CDU zur vierten linken Macht wird. Die SPD ist angeblich bereits dabei, Bündnisse mit der Linkspartei zu schmieden.
Bei genauerem Hinsehen könnte man feststellen, dass die sogenannten Kommunisten eigentlich nur aus dem ehemaligen linken Flügel der ehemals linken SPD bestehen. In anderen Ländern Europas bilden echte Kommunisten die Regierung mit, und diese Staaten sind davon nicht in die Steinzeit zurückgeworfen worden. Aber was solls - beschwören wir doch einfach mal ein Szenario herauf, nach dem es statt Bootcamps für kriminelle Jugendliche bald Tropen -Gulag für Reiche gibt (gibts ja schon, läuft bei RTL).
Da darf auch Guido Westerwelle - als mahnende Instanz der Freiheit - nicht fehlen. Er darf ungestraft behaupten, dass die Wähler von FDP und Union die Bürgerliche Mitte darstellen. Die restlichen 60% sind demnach nicht nur schmutziges Kommunistenpack, sondern auch irgendwie Unbürger dieses Landes.
Bei all diesen Gefahren muss man ja fürchten, dass auch die NPD bald entdeckt, wo das Herz schlägt und Koch und Gauweiler links überholt. Man wird sehen ...