Donnerstag, Dezember 20, 2007

So nicht, liebe Klima-Profiteure!

Mir platzt die Hutschnur, wenn ich sehe, wie schamlos die EU die ehrlichen Bestrebungen Deutschlands beim Klimaschutz ausnutzen will. Sitzen denn dort nur Interessenvertreter der französischen und italienischen Autoindustrie, die mit dem empfindlichen Thema Klimaschutz ihr eigenes Lobby-Süppchen kochen wollen? Anscheinend ist dem so.
Die geplanten Strafzahlungen für Autos, die den Grenzwert von 120 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer übertreffen, sind nichts anderes als eine kalkulierte Schwächung der lieben deutschen Automobilindustrie. Wer kauft sich denn noch einen Porsche, wenn er in Zukunft 1300 Euro mehr für ihn zahlen soll?! Das kann sich doch niemand mehr leisten in unserem Land, das ja ohnehin die Lasten ganz Europas schultern soll. Wie ungerecht wäre es, sollte auch die Mercedes S-Klasse demnächst deutlich teurer werden! Da wenden sich potenzielle Käufer höchstwahrscheinlich ab und greifen stattdessen zum Fiat Panda, denn der erfüllt ja die Norm fast und wird kaum teurer - skandalös! Die Italiener bauen ja ohnehin nur so kleine Autos, um der deutschen Wirtschaft zu schaden!
Den Günstlingen dieser Pläne, den französischen und italienischen Konzernen, gelingt es am Ende wahrscheinlich, auch ihre größeren Modelle besser zu verkaufen, obwohl die schließlich in gleichem Maße teurer werden wie ein vergleichbares deutsches Produkt. Aber unsere deutschen Autos werden im Durchschnitt stärker im Preis zulegen aufgrund des größeren Anteils großer Modelle und das nutzen diese gemeinen Ausländer sicher für ihr geheucheltes Öko-Image aus.
Bestimmt führen sie als Argument an, dass Deutschland mit seinen vielen Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energieen und Energieeffizienz-Techniken von den ehrgeizigen Klimaschutzzielen der EU profitiert, aber das muss man jawohl als doofes Ablenkungsmanöver betrachten.
Zum Glück haben wir standhafte Politiker, die diesem falsch verstandenen Klimaschutz die Stirn bieten. Seit gestern wird nun in Brüssel zurückgeschossen. Danke Merkel, Glos und Gabriel! Wenn schon Klimaschutz, dann aber bitte zu unseren Bedingungen!

Freitag, Dezember 14, 2007

Ganz schön schlumpfig gehts zu im Heidiland

Nachdem der böse Zauberer Gargamehl Blocher jahrelang sein rechtspopulistisches Unwesen zwischen friedlichen Almen treiben konnte, hat nun eine unerschrockene Schlumpfine seinem Treiben ein Ende gesetzt. Evelyne Widmer-Schlumpf heißt seine Nachfolgerin als Bundesrätin. Die ist zwar Mitglied derselben Partei wie Blocher, vertritt aber scheinbar einen anderen Politikstil. Jedenfalls wird sie von allen Linken in der Schweiz als Teufelsaustreiberin gefeiert. Die Regierungsfraktion der rechten SVP hat sich gleich mal aus dem Staub und ihre eigene Bundesrätin damit fraktionslos gemacht. Eigentlich ein ziemlich unschlumpfiges System.
Blocher wird jetzt genauso ausgeschafft wie er sich das für die kriminellen Ausländer vorgestellt hat. Seine Wahlkampagnen sind so eindeutig, dass sie gerne auch die NPD übernimmt. In Zukunft will er mit fiesen Angriffen von außen das schlumpfige Berge- und Seen-Idyll aufmischen. Zum Glück gibts ja noch die Weisheit von Papa Schlumpf, denn schon der Vater von Evelyne Widmer-Schlumpf war einst Regierungsmitglied.

Mittwoch, Dezember 12, 2007

So gehört sich das

Mit einem unerhörten 3:0 hat Olympiakos Piräus gestern Abend Werder Bremen aus der Champions League geschmissen. Ob sich die Griechen im Siegestaumel wohl Gedanken darüber gemacht haben, wer im Euro-Finale 2004 das Siegtor für sie schoss? Und welcher Trainer sie so weit brachte? Es waren der damals in Bremer Diensten stehende Charisteas und der in 15 Bremer Jahren zur Trainerpersönlichkeit gereifte Otto Rehakles. Insgeheim wohl schon vom schlechten Gewissen getrieben, haben dann wenigstens die Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst ein Einsehen gezeigt. Trotz Generalstreiks, dem alle sonstigen Flüge vom Athener Airport zum Opfer fielen, konnte das Flugzeug mit der Werder-Mannschaft starten und seine wertvolle Fracht in Bremen abliefern.

Gesetzliche Regelung nötig

Wundert sich noch irgendwer über ungeklärte LKW-Unfälle? Bei solchen Angeboten kann man die Folgen wohl unschwer absehen. Die einen - Ältere und Beleibtere - werden den plötzlichen Cholesterinschock am Steuer erleiden, die anderen müssen - aus Zeitnot während der Fahrt -ihrer überbordenden Manneskraft ein Ventil öffnen und zur Hilfe hierbei die Augen auf Heftchen mit schönen Bildern lenken.
Im Namen der Verkehrssicherheit: Stoppt das Brummifrühstück!

Dienstag, Dezember 04, 2007

Heute nehm' ich mal Unsterblichkeit

Gestern hatte ich Unbesiegbarkeit, meine Freundin Vaginaler Orgasmus. Renner bei den Kunden ist seit neuestem Dolchstoß, was aber zu einer Fehde mit dem konkurrierenden Lieferservice LEGENDE geführt hat.

Kämpfer für die gute Einsicht

Wie bereits abzusehen ist, wird bei der Weltklimakonferenz auf Bali mal wieder nichts heraus kommen. Zu konfliktär die Interessen, zu bequem jede einzelne Partei, das eigene Verhalten radikal zu ändern. Gottlob gibt es ein paar unerschrockene Boulevard-Journalisten, die uns daran erinnern, wie schädlich unser Tun für den Planeten ist. Ein ums andere Mal erinnern sie den Kleinbürger daran, dass seine dumpfen Spießer-Vergnügungen wie Formel 1-Rennen, großen Schaden anrichten, dass er auch im Alltag Einschränkungen, z.B. die Reduzierung der Raumtemperatur oder den Verzicht aufs Auto, hinnehmen muss. Vorbildlich, wie unerschüttert diese Ritter des gedruckten Wortes uns stets daran erinnern, wie dekadent es ist, mit 200 Sachen über die Autobahn (die ja ohnehin historisch belastet ist) zu brausen, während arme Menschen in Insel-Staaten die Zeche für den Spaß zahlen.
Für den deutschen Autofahrer bzw. für sein Gewissen winkt jedoch Erlösung. Die Allianz bietet ein kleines feines Extra für ihre Versicherungen an. Der Kunde kann in Verbindung mit dem Allianz Kfz-Schutz Zertifikate erwerben, mit denen irgendwo in der Welt CO2-Minderungen finanziert werden. Ein Beispiel sind neue Biomasse-Kraftwerke in der Wüste Nordchinas, deren Heizstoff Sträucher sind, die man eigens zur Eindämmung der Wüstenbildung und für die Verfeuerung als Bio-Kraftstoff anbaut. Dass die Zertifikate, die der ökologische Energie-Erzeuger abgeben kann, über Zwischenhändler gehen - geschenkt. Wichtig ist nur: Gas geben und damit die Umwelt schützen - ein Traum wird wahr. Jetzt brauche ich nur noch genug Kohle, um mir auch das moralische Recht auf Klimaschädigung zu erkaufen. Ein Schelm, der hier Widersprüche wittert.