Dienstag, November 06, 2007

Auf, auf zum Kampf, Du schöner Öko-Krieger!

Hier wird mal ein wirklich wichtiger UNO-Gedenktag erwähnt - der Internationale Tag für Die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten, der heute ist. Dabei wird jedoch nicht genügend an das ökologische Potential mancher Kriege gedacht. Das ist eigentlich typisch deutsche Miesmacherei: immer nur die möglichen Risiken einer Unternehmung betonen und nicht auf die großartigen Chancen fokussieren - so kommt man am Ende zu nichts!
Einige Beispiele für ökologische Nachhaltigkeit als Sekundäreffekt von Konflikten:
Der Krieg zwischen Regierung, rechten Paramilitärs, linker Guerilla, Drogenbaronen und Indios in Kolumbien. Die meisten dieser Gruppen profitieren vom dichten Regenwald, der in den Kordilleren noch steht. Auch die US-Geheimdienste, die am Kokainanbau mitverdienen, freuen sich, dass sie dank dichtem Blätterdach nicht von ihren Kollegen im Satellit hoch oben geortet werden können. Klar, dass der Wald dort eine größere Chance zu überleben hat als andernorts, wo er lediglich zu schönen Möbeln verarbeitet nützlich ist.
Die Taliban werden sicher auch nicht daran interessiert sein, dass ihre Feinde ganzjährig -infolge der Klimaerwärmung - leichten Weg in ihre bergigen Hindukush-Verstecke haben. Folglich ist anzunehmen, dass sie bereits eifrig an Hightech-Projekten zur Verminderung des CO2-Ausstoßes arbeiten - Innovation dank bewaffnetem Konflikt.
Wir alle wissen, wie grün es entlang des Eisernen Vorhangs grünte und welch naturbelassene Auen Flüsse wie Elbe und Oder daher noch vorweisen können. Auch das eine Begleiterscheinung eines wenn auch nur Kalten Krieges
Falls ins Visier der Nato einmal ein Schurkenstaat gerät, der große Staudämme errichtet hat und diese im Sinne der Kriegsführung ein lohnendes Ziel darstellen, könnte man nebenbei auch hier einiges für die natürlichen Wanderwege von Flussfischen erreichen.
Etc etc.
Man sieht: Den ökologisch korrekten Krieg gibt es. Das werden bald auch die verbohrten Pazifisten in der UNO erkennen.

1 Comments:

Anonymous John J. said...

…und jetzt neu: Krieg auch gut für Kultur! Pershing statt Petting und dann Museumsinsel statt NATO-Gewinsel! Ohne kalten Krieg hätte also Karl Heinrich Müllers Museumsinsel Hombroich in der Nähe von Neuss statt dem Leitmotiv "Kunst parallel zur Natur" eher unter dem Motto "Kunst parallel zu einer unschönen Ansammlung von fiesen westdeutschen Provinzstädten" firmieren müssen. Danke, Reagan!

12:19 nachm.  

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