Freitag, Oktober 05, 2007

Energie maximal dezentral


Faszinierend, wie vielfältig Energieerzeugung heute funktioniert. In Norwegen wird an der Mündung eines Flusses in den Oslofjord ein Salzkraftwerk gebaut. Der Strom soll dabei aus den Druckunterschieden zwischen Süß- und Salzwasser gewonnen werden. Ein neuer Stadtteil von Stockholm, der auf saniertem ehemaligem Industrieterrain entstand, ist ganz nach ökologischen Kriterien durchgestylt. Die Restaurants müssen ihr gebrauchtes Fett von anderen Abwässern trennen, da es als Treibstoff weiterverwendet wird. Und britische Wissenschaftler haben eine Technologie entwickelt, mit der Energie aus den Vibrationen der Umgebung gewonnen werden kann. So könnte bald der Schlag unseres Herzens unsere Handys oder MP3-Player betreiben. Blockheizkraftwerke sollen - dezentral - am besten in jedem Hauskeller Energie effizient nutzen. In allen Bereichen wird an innovativen Lösungen getüftelt.
Nun kenne ich einige Menschen, die infolge übermäßigen Genusses von Süßem und Alkohol zuweilen an starken Darmwinden leiden. Ich weiß: darüber redet niemand gerne. Aber sollten wir nicht - angesichts der gewaltigen Bedrohung des Klimawandels - alle persönlichen Eitelkeiten hinten anstellen?
Wenn man also eine Apparatur bequem und unauffällig unter der Kleidung platzieren könnte, die Energie aus den abgehenden Winden auffängt und einige Zeit speichert und eventuell auch noch die Explosivität der Gase nutzt, wäre das wieder einer dieser vielen Kleinen Schritte, die wir benötigen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.