Mittwoch, Oktober 24, 2007

Hubba Bubba Nightmare



Womöglich hat der geneigte Leser dieser Seiten bereits sämtliche Mighty Boosh-Folgen konsumiert. Hier sei jedoch einmal auf die Gefahren hingewiesen, denen sich ein Dieb kultureller Ideen aussetzt. Denn zum Glück gibt es noch Chewy justice!

Montag, Oktober 22, 2007

Animal Collective


Ein bewegendes Konzertereignis mit Animal Collective am vergangenen Freitag Abend im Kölner Stadtgarten. Die vier Amerikaner berühren mit ihren experimentellen Melodien und flotten Beats so tief, dass man zeitweise in Trance gerät. Mal sind die elektronischen Klänge unterlegt mit Gesang, der nach Jodeln oder anderem archaischen Liedgut aus Südeuropa klingt. Dann wieder wird ausgedehnt eine rhythmische Spannung erzeugt, die sich nicht zwecks Erleichterung und Erfüllung der Hörgewohnheiten entladen darf. Ein wenig fühle ich mich an Pink Floyd erinnert, meine aber auch Anleihen bei Peter Gabriel und Dawid Bowie zu hören.

Montag, Oktober 15, 2007

Buddel Schnaps und Zange

Immer noch jemand, der sich über zu hohe Krankenkassen-Beiträge in Deutschland oder zu wenig Privatisierung im Gesundheitswesen beklagt? In Großbritannien gibt es gar keine Beiträge, alles ist steuerfinanziert und immer mehr Ärzte privatisieren sich. Das hat Folgen.

Freitag, Oktober 12, 2007

The World of the Mighty Boosh

Eine kleine Einführung in die fantastische Welt von Mighty Boosh. Die Schwierigkeiten, in der Provinz ess- und trinkbares aufzutreiben, sind meiner Meinung nach übrigens untertrieben dargestellt.

Mittwoch, Oktober 10, 2007

Jag älskar sverige!

Wie haben die Schweden es nur geschafft, dass wir ihnen alle Produkte, die sie auf den Markt werfen, mit größter Begeisterung aus den Händen reißen? Zuerst haben sie ihrer Nation ein perfektes Image verpasst - durch geschicktes Lancieren von sympathischen Kür-Tugenden wie unpiefiger Gemütlichkeit, Lebensfreude und Weltoffenheit auf den Mentalitäten-Weltmarkt. Dann haben sie beschlossen, dass etwa die Hälfte von ihnen in Pop- oder Indiebands durch die Lande tourt und gute Laune verbreitet (auch die punkigsten Musiker tragen dabei gerne Blumenkränze auf blondem Haar). Der Rest arbeitet daheim daran, einen großzügigen Sozialstaat am Laufen zu halten, Flüchtlinge aus armen Ländern tatsächlich in ihr Land zu integrieren oder er überhäuft die verdienstvollsten Wissenschaftler aus aller Welt mit schönen Preisen. Auch in ordentlicher Alkoholseligkeit zu schwelgen, ohne aus friedlicher Grundstimmung zu fallen ist eine Kunst von ihnen. Klar, dass wir ein rundum positives Bild des kleinen Volkes im Norden haben, wie so manche bekannte Folkloreband weiß.
Haben wir aber nicht gelernt, dass man mit pauschalen Vorurteilen aufpassen muss, auch wenn es sich um positive handelt? Diese durchweg sympathische Außenwirkung - mir schwant: Die Schweden sind die Delfine unter den Menschen. Wahrscheinlich werden alle Landeskinder, die nicht gleich nach der Geburt eine hübsche Singstimme, den Hang zu glänzend blonden Haaren oder wenigstens zu einer edlen Gesinnung zeigen, zu Köttbullar verarbeitet. Irgendeinen Haken muss es doch geben an diesem grundsüßen Land.

Das tat wohl weh...

Oder haben wir hier einen weisen Vorausblick auf die autofreie Zukunft vor uns? Die Natur erobert sich Raum zurück, bricht sich Bahn durch das Blech, mit dem one of the unfittest species ever einst den Planeten quälte?
Aber wie komme ich in dieser Zukunft ins schöne Ahrtal mit seinen feierfreudigen Menschen (Tip: Besser nicht an Weinfest-Tagen durch enge Dörfer fahren) und bizarren Landschaften, die mich alten Sinologen natürlich sofort an chinesische Malerei erinnern (Beweis wird nachgeliefert!)? Zumal wenn die Lokführer ständig streiken? Deren Gewerkschaftsboss und der Bahnchef können ja fast so schön streiten wie verfeindete Campingplatz-Nachbarn in den 70ern. So wird das wohl jedenfalls so schnell nichts mit einer Alternative zum Auto. Dem Autohaus im Ahrtal, das seine Autos gerne vom Baum durchbrechen lässt, kann das nur recht sein.

Freitag, Oktober 05, 2007

Energie maximal dezentral


Faszinierend, wie vielfältig Energieerzeugung heute funktioniert. In Norwegen wird an der Mündung eines Flusses in den Oslofjord ein Salzkraftwerk gebaut. Der Strom soll dabei aus den Druckunterschieden zwischen Süß- und Salzwasser gewonnen werden. Ein neuer Stadtteil von Stockholm, der auf saniertem ehemaligem Industrieterrain entstand, ist ganz nach ökologischen Kriterien durchgestylt. Die Restaurants müssen ihr gebrauchtes Fett von anderen Abwässern trennen, da es als Treibstoff weiterverwendet wird. Und britische Wissenschaftler haben eine Technologie entwickelt, mit der Energie aus den Vibrationen der Umgebung gewonnen werden kann. So könnte bald der Schlag unseres Herzens unsere Handys oder MP3-Player betreiben. Blockheizkraftwerke sollen - dezentral - am besten in jedem Hauskeller Energie effizient nutzen. In allen Bereichen wird an innovativen Lösungen getüftelt.
Nun kenne ich einige Menschen, die infolge übermäßigen Genusses von Süßem und Alkohol zuweilen an starken Darmwinden leiden. Ich weiß: darüber redet niemand gerne. Aber sollten wir nicht - angesichts der gewaltigen Bedrohung des Klimawandels - alle persönlichen Eitelkeiten hinten anstellen?
Wenn man also eine Apparatur bequem und unauffällig unter der Kleidung platzieren könnte, die Energie aus den abgehenden Winden auffängt und einige Zeit speichert und eventuell auch noch die Explosivität der Gase nutzt, wäre das wieder einer dieser vielen Kleinen Schritte, die wir benötigen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Montag, Oktober 01, 2007

Neues Jobprofil

Warum tourt eigentlich niemand durch die Touristenorte dieser Welt und verbessert grobe sprachliche Fehler auf Hinweistafeln? Ein paar Euro pro Schild müsste das den Gemeinden doch wert sein. Ständig unterwegs in so hübschen Gegenden wie hier an der französsichen Küste - das könnte man sich doch vorstellen.