Donnerstag, August 09, 2007

Zugeschneckte Nordländer

Der Klimawandel machts möglich: Nacktschnecken, die in Spanien beheimatet sind, breiten sich bis in den Norden Europas aus und vermehren sich z.B. in Dänemark explosionsartig. Dort bekommt man es mit der Angst - ob nun vor den Viechern daselbst oder ob man einfach nur das dahinter steckende Phänomen der Klimaveränderung mit all ihren komplexen Wechselwirkungen verdrängen möchte, sei mal dahingestellt.
Jedenfalls überbieten sich Politiker in grandiosen Ideen zur Bekämpfung der Plage - schäubleske Gedanken-Queerschüsse kennt man überall : die Einen wollen Arbeitslose zum Zwangsmorden verpflichten, andere rufen nach der Armee. Besonnenere Köpfe tun solche Ideen als "undänisch" ab.
Einige Bürger nehmen das Problem schon längst in die eigene Hand. Weil sie Angst um die Belegung der Ferienhäuser haben, sind sie fleißig am Zertreten, Verbrennen, Vierteilen, Pfählen, Teeren usw.
Sollten die Dänen tatsächlich zu Massenmördern werden, könnte es zur offenen Konfrontation zwischen Faunozid-betreibenden Einheimischen und ausländischen Touristen (vornehmlich deutschen) kommen. Ich sehe schon tausende Volvo-fahrende Walldorf-Lehrer-Familien, die die Verfolgten einsammeln, um sie vor ihren Häschern zu retten und Jutesäcke oder "Basic"-Tüten voll Schleimiger Roter Wegschnecken ins sichere Deuschland mitnehmen. Dann freilich geht hier wieder das Geschrei los von wegen "Das Boot ist voll" und Anpassung der Zuwanderer (Schnecken-Leitkultur).
Bemerkenswert und symbolhaft erscheint mir, dass sich die Natur auch in ihrer langsamsten Form noch bedeutend flotter auf die Klimaerwärmung einstellt, als der Mensch auch nur erste Maßnahmen gegen die Ursachen derselben zu unternehmen beschließt.

1 Comments:

Blogger rosa said...

Habe neulich einen Schneckenfreund im Fernsehen gesehen, der sagte, wenn man sie wegträgt, legen sie erstaunliche Distanzen zurück und kommen wieder. Er hingegen geht macht sie sich zum Freund und küsst sie sogar. Sein Salat: in bestem Zustand.

6:48 nachm.  

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