Donnerstag, August 23, 2007

Arcade Fire

Sehr stimmungsvoll bringt die vielköpfige Band aus Kanada ihre hymnischen Songs live rüber. Jedes der zehn Bandmitglieder macht auf der Bühne den Eindruck, als gäbe es nichts schöneres für sie, genau in diesem Moment und für dieses Publikum zu spielen. Mit der Ehrlichkeit und Unverdorbenheit, die man sonst nur von einer technikabgewandten Farmer-Großfamilie erwartet, gewinnen sie alle Sympathien des Publikums.
Dass ich gestern trotzdem nicht ganz befriedigt von dannen schlich, lag mal wieder an der Örtlickeit. Das Palladium fasst 2000 Menschen, oder 3000? Jedenfalls zuviele, besonders zuviele Statische. Und Pärchen - die sich zärtlich im Arm halten. Tut das von mir aus, liebe Pärchen, gerne und oft, aber NICHT AUF ROCKKONZERTEN!
Nicht genug damit, dass sie eine Kuschelsofa-Stimmung verbreiten . . . Zwängt man sich an den Schmusenden auf dem Weg ins Epizentrum vorbei und stört sie dabei in ihrer öffentlichen Zweisamkeit, wird man aufgefordert, ihren Drei-Meter-Sicherheitsradius nicht zu verletzen.
Zum Kotzen!
Demnächst also nur noch zu Konzerten in kleineren abgefuckten, versifften Hallen!