Samstag, Juni 16, 2007

Konzert Ted Leo, The flesh

Gestern mal wieder ein richtig schönes Konzert im Gebäude 9 gesehen. So ein Abend mit dem Gefühl, gerade genau am richtigen Ort zu sein.
Als Vorband spielten The flesh, Indiepop-Newcomer aus New York. Die Sängerin Gabriella ist so ziemlich das süßeste, was ich je auf einer Bühne gesehen habe. So konnte ich meiner Freundin den Deal abringen, dass mir in diesem Fall alles erlaubt wäre, wenn ich nur an Gabriella rankomme. Im Gegenzug ist ihr dann das Groupie-Dasein mit Hutch Harris (The Thermals) gestattet. Ich für meinen Teil habe natürlich kläglich versagt. Bemerkenswerter ist aber eigentlich das immense Stimmvolumen, das dieses kleine Persönchen besitzt.



Mainact des Abends waren Ted Leo & the pharmacists. Schon etwas länger im Geschäft, ebenfalls von der US-Ostküste. Eine super-sympathische Band, die ihren Indie-Rock live mit besonders krachender Energie und Hingabe darbietet. Das kann ich sagen, da sie auf CD, die ich mir gleich besorgt habe, gut, aber vergleichsweise unspektakulär klingen. Der Schlagzeuger ist übrigens ein Beispiel für die gelungene Integration der Amischen in die amerikanische Indierock-Szene.
Angesichts der Power beider Bands schien mir die Stimmung im Saal fast etwas dürftig. Dass nicht gehüpft wurde, mag aber auch daran liegen, dass das Durchschnittsalter bei 29 (aufwendig gemessen), und nicht wie üblich bei Indierock-Konzerten bei 22 Jahren lag.