Samstag, Juni 30, 2007

Tough riding

Endlich weiß ich, wozu ein Geländewagen in der Großstadt! Die Besitzerin dieses Luxus-Modells rangierte geschlagene zwanzig Minuten, bis es saß. Und wenn man sich diese Outdoor-würdigen Randsteine ansieht - da brauchts schon etwas mehr Bodenfreiheit und robuste Stoßdämpfer! Als die Fahrerin (geschätzte 40 Kilo, Ivana Trump-Gedächtnisfrisur) ausstieg, sah ich das Leuchten in ihren Augen ob der theoretischen Möglichkeit, den Baum hinter sich zu bezwingen. Ganz traute sie sich dann doch nicht; vielleicht überlegte sie, dass mit nem kleinen Auto das Einparken schneller gehen würde und keine SUV-Eigenschaften erforderte.
Also auf in die umliegenden Hochgebirge! Was wird das erst für eine wilde Tour durch die Canyons des Bergischen Landes...

Freitag, Juni 29, 2007

Killer-Sandburgen

Ruhe und Frieden suchen wir im allgemeinen an sandigen Stränden entlang sanfter Meeresküsten. Doch da wir auch im Urlaub mit unseren Werken die eigene Größe beweisen wollen, schaffen wir an den Orten der Erholung neue Gefahren.
Seit 1990 jedenfalls sind in den USA mehr Menschen beim Bau von Sandburgen ums Leben gekommen - 16 nämlich - als durch Hai-Attacken (12). Die meisten dieser Opfer kamen wohl beim Fall in den Burggraben ihrer eigenen uneinnehmbaren Festungen ums Leben. Das wirft nun wieder Fragen nach der Größe speziell der amerikanischen Sandburgen und - damit verbunden - dem hobbymilitärischen Eifer ihrer Erbauer auf.
Eine weitere Gefahr steckt im Sand, der vielerorts voll von Kolibakterien aus menschlichen Exkrementen ist. Ungemach droht also auch, wenn die lieben Kleinen mittels eigener Erfahrung entdecken, dass Sandkuchen nicht gleich Sandkuchen ist. Doch um die Folgen glimpflich zu gestalten, gibts überall einen regionaltypischen Verdauungsschnaps, den gerade die jüngsten via Flatrate ausreichend konsumieren dürften. Somit wäre die Bakteriengefahr gebannt.
Na dann - schönen Urlaub!

Mittwoch, Juni 27, 2007

Von wegen Beleidigung unserer Kanzlerin. Die sind doch voll ok!

Dienstag, Juni 26, 2007

Isch bin jetzt e Bay-e-e-e-er



Hammers jetzt endlich! Klose geht zum Lieblingsgegner. Werder-Fans sollten sich nicht grämen. Hatten doch die ständigen Überlegungen über seine Zukunft dem sensiblen Miro mental arg zugesetzt, was seinen Leistungen auf dem Platz nicht gerade förderlich war.
Umstellen muss er sich nicht sehr, nur kommen Oli Kahns Attacken jetzt mehr von hinten und in jedem Spiel. Wenn denn der Miro überhaupt noch spielt! Ich habe schon das Bild vor Augen: Klose, Podolski, Schlaudraff nebeneinander auf der Bank. Darüber dürfte sich auch Jogi Löw freuen, die Spielpraxis seiner Nationalspieler im Auge. Wobei die internationale Erfahrung in UEFA-Cup-Spielen gegen Dnjepropetrowsk und Stade Rennes ohnehin nur bedingt wächst. Vielleicht werde ich Miro mal eine Ansichtskarte vom Auswärtsspiel in Barcelona schicken... Und wetten: in ein oder eineinhalb Jahren kommt er heulend zurück an die Weser. Nur - ob man ihn dort dann noch will?

Montag, Juni 25, 2007

I love Pop

Darf man eigentlich eine Band gut finden, die beim Eurovision Song Contest aufgetreten ist? Natürlich! Das ist das Gute an neoliberalen Zeiten, dass man wirklich alles darf. Und so ist es dann auch genehmigt, dass ich mir im Sonntag-abendlichen Wochenend-Ausklangs-Rauschen gefühlte 152 Mal "Death to the Martyrs" reingezogen habe. Hymnische Lieder fördern nunmal exzessiven Musikkonsum.
Außerdem kam aus Schweden immer nur Gutes. An dieser Stelle ist angebracht zu erwähnen, dass Markus Rosenberg (Werder, wer sonst?) kommende Saison Torschützenkönig wird. Hier habe ich es vorausgesagt, jawoll!

Samstag, Juni 23, 2007

King Khan & The Shrines



Die Kölner Band, die sich aus einigen Nationalitäten zusammensetzt, gestern Abend im Gebäude 9: King Khan & The Shrines. Das ist Klassischer Rock N' Roll bzw. Garage, der einfach Spaß macht. Was den Sound betrifft, trägt dazu ein Bläser-Trio bei, für die Bühnenshow steuert die tanzende Djane Kitty Atomic einiges bei. Auch King Khan selbst hat eine starke Bühnenpräsenz, nicht nur, wenn er zu Beginn der Show mit Tierkopfmaske erscheint oder zur Zugabe mit Pickelhaube.
Während des Gigs taucht er gerne mal ins Publikum ein, steht unvermittelt direkt vor einem und rockt einen an. Die eingeschworene Fangemeinde nimmt das eher gelassen zur Kenntnis.
Vor dem Konzert zeigte die andere Gebäude 9-Djane Miss Steroe ihren HKM-Diplomfilm, der sich um King Khan dreht und nett-witzig mit cultural differences-Klischees spielt.

Freitag, Juni 22, 2007

Wir müssen leider draußen bleiben


Nix Freiheit, nix Coolness! Überall sieht man sie vor die Türen verbannt. Meist einzeln, einsam! Manchmal zu zweit, sich anblasend. Sie sehen nicht glücklich aus, unsere Raucher. Zur Mittagspausenzeit qualmen in den Dienstleistungs-Straßen vor jeder Tür ein-zwei frustrierte Gesichter. Ich ertappe mich, da schon genauso verschämt hinzuschielen wie zu dem vernarbten Obdachlosen, dem ich wieder keine zehn Cent gegeben habe.
Und sie, sie werden sich jetzt fragen, wozu sie all das in Kauf genommen haben? Krebsrisiko, schlechter Atem, fahle Haut, weniger Libido, das viele Geld, wenn es am Ende doch nicht mehr cool ist...
Ach, mein Mitleid wächst. Bald stelle ich mich dazu und paffe aus Solidarität ein paar mit.
Ist das eigentlich Lance Armstrong auf dem Foto? Der sollte doch nun wirklich nicht!

Mittwoch, Juni 20, 2007

Keine Nachricht ist erst recht Eine


Lektion: Etwas lesen, was nicht dasteht - beispielhaft hier die Nachricht über die nicht gewährte Lizenz für den Grazer AK (nächstes Jahr in der österreichischen Profi-Liga spielen zu dürfen). Ergo: da gab es wohl gestern keine nennenswerten Spieler-Transfers.

Dienstag, Juni 19, 2007

Neuer Weltmeister



Good old Britain. So idyllisch sieht es in Marshwood valley in der Grafschaft Dorset aus. Aber topographische Rekorde sind mit dieser Landschaft natürlich nicht zu holen, und Fußball-Weltmeister wird England auch nicht wieder - zumindest nicht, solange es Elfmeterschießen gibt.
Da aber auch der Brite gerne mal Top of the world ist, lässt er sich immer wieder neue skurrile Wettbewerbe einfallen, wo er dank Heim- und Innovationsvorteil gut siegen kann.
Seit den 80ern gibt es in Marshwood - als Höhepunkt des örtlichen Bierfestes - die Weltmeisterschaft im Brennesselessen.
Die wichtigste Kunst dabei ist, sich nicht Zunge und Lippen zu verbrennen, weshalb man die Blätter gut eingerollt verzehren sollte. Zur Linderung darf dabei aber Bier getrunken werden, also alles halb so wild.
Sieger 2007 wurde der Brite Simon Sleigh. Die Zweige, deren Blätter er vertilgte, ergaben aneinandergereiht eine Länge von 23 Metern.

Montag, Juni 18, 2007


Liebe Boulevard-JournalistInnen, wenn Ihr weiterhin die weibliche Form in dieser Weise ignoriert, bekommt Ihr's aber fett mit der Schwarzerin, Alice zu tun! Oder hört die Gleichberechtigung etwa bei Schwerkriminalität auf?

Samstag, Juni 16, 2007

Konzert Ted Leo, The flesh

Gestern mal wieder ein richtig schönes Konzert im Gebäude 9 gesehen. So ein Abend mit dem Gefühl, gerade genau am richtigen Ort zu sein.
Als Vorband spielten The flesh, Indiepop-Newcomer aus New York. Die Sängerin Gabriella ist so ziemlich das süßeste, was ich je auf einer Bühne gesehen habe. So konnte ich meiner Freundin den Deal abringen, dass mir in diesem Fall alles erlaubt wäre, wenn ich nur an Gabriella rankomme. Im Gegenzug ist ihr dann das Groupie-Dasein mit Hutch Harris (The Thermals) gestattet. Ich für meinen Teil habe natürlich kläglich versagt. Bemerkenswerter ist aber eigentlich das immense Stimmvolumen, das dieses kleine Persönchen besitzt.



Mainact des Abends waren Ted Leo & the pharmacists. Schon etwas länger im Geschäft, ebenfalls von der US-Ostküste. Eine super-sympathische Band, die ihren Indie-Rock live mit besonders krachender Energie und Hingabe darbietet. Das kann ich sagen, da sie auf CD, die ich mir gleich besorgt habe, gut, aber vergleichsweise unspektakulär klingen. Der Schlagzeuger ist übrigens ein Beispiel für die gelungene Integration der Amischen in die amerikanische Indierock-Szene.
Angesichts der Power beider Bands schien mir die Stimmung im Saal fast etwas dürftig. Dass nicht gehüpft wurde, mag aber auch daran liegen, dass das Durchschnittsalter bei 29 (aufwendig gemessen), und nicht wie üblich bei Indierock-Konzerten bei 22 Jahren lag.

Freitag, Juni 08, 2007

Wo ist der Rest vom Fisch?


Evangelischer Kirchentag in Köln, und die Bögen der Hohenzollernbrücke zum Rücken eines Fisches illuminiert. Hübsch anzuschauen.
Aber wenn man die Symbolik konsequent deuten will, bleibt zu fragen: Ist der Fisch jetzt am untergehen oder liegt er halb auf dem Trockenen?

Mittwoch, Juni 06, 2007

Auch an der Gileppe-Talsperre

Was es im Aussichtsturm nicht alles feines zu kaufen und schnabulieren gibt - toll!


Und hier wird der ordnungsgemäße Werdegang vom wertvollen Nass wunderbar illustriert - Danke Lieber Tour du Lac!

La Tour du Lac


Wer schon immer mal in Futurama eintauchen oder sich wie im Sowjet-Reich der 70er fühlen wollte, dem sei gesagt: das ist auch unweit von Aachen möglich.
An der Gileppe-Talsperre in den Ardennen erhebt sich ein fast 100 Meter hohes Ungetüm aus Beton und Stahl mit Cafe (60er-Jahre-Stil) in der Krone.
Einen in der Krone (Booaah!) hatten wohl auch die Planer von soviel Gigantismus, der sich über etwas Wald und halbtrockenem Stausee erhebt. Aber vielleicht hechtet ja irgendwann 007 vom Dach einem Kleinflugzeug hinterher, wuchtet sich während des Sturzflugs ins Cockpit und reißt es Zentimeter über der Dammkrone ... Mal sehen!

Montag, Juni 04, 2007

MELDUNG-Konzert


Experimentelle PowerPunkRockbeatz mit klarer Ansage. So nennt das Kölner Duo Meldung seinen Stil. Und egal ob beim Stadion-Open-Air oder im Bauwagen-Park - das ist nichts für schwache Ohren.
Vermutlich um die philosophische Botschaft zu untermauern, gibts auf der Bühne eine verrückte Show mit Performance. Darin könnte man den Widerstreit aber auch die gegenseitige Abhängigkeit von Gut und Böse, Hell und Dunkel, Diesseits und Jenseits symbolisiert sehen.
Wir haben es also mit einer Band zu tun, die sich scheinbar Gedanken über die Grundfragen unserer Existenz gemachent hat - sehr lobenswert.