Mittwoch, Mai 09, 2007

Bloc Party im Palladium Köln


Die Songs von Bloc Party haben eine melancholische Melodieführung, passend zu den nachdenklichen Texten. Das muss man bedenken, wenn man ein Konzert dieser Band besucht. Gute Laune-Exstase-Rumhüpf-Remmidemmi-Stimmung entsteht da freilich nicht die ganze Zeit.
"Song for Clay" von der neuen CD kam gleich als Opener, also zu einem Zeitpunkt da sich meine Beine langsam darauf einstimmten, bald zu springen und meine ganze Person noch dabei war, Volkes Mitte zu entern.
Einige Stücke weiter bekam ich das Gefühl, Bloc Party spielen ihr musikalisch hochwertiges Programm - begleitet von einer nicht ganz Indie Rock-gemäßen Lightshow - etwas emotionslos runter. Auch wenn einige Songs so klingen, ein rundum melancholischer Habitus ist den vier Jungs aus Südengland nicht eigen. Sänger Kele Okereke schien stets um das Wohlbefinden der viertausend Fans im Saal bemüht. Diese Band ist einfach nett.
So richtig zum Toben kam die Halle aber erst zum Ende des Konzerts, was auch daran lag, dass Körperschüttler und -wipper wie "Helicopter" oder "Hunting for witches" erst zum Ende an die Reihe kamen.