Donnerstag, März 22, 2007

Und nun zu Dir, Florian Henckel von Donnersmarck


Dass Du für Deinen ersten Langfilm gleich eine solche Reihe renommierter Schauspieler zur Verfügung hattest - ungewöhnlich, aber es sei Dir gegönnt.
Dass Dein Film den Oscar absahnt und es aus den letzten Jahrzehnten viele deutsche Spielfilme gibt, die das viel eher verdient gehabt hätten - geschenkt, es geht nicht immer gerecht zu auf der Welt.
Dass Du bei Deiner Rede in L.A. Deutschland UND Bayern danktest - nun ja, viele Menschen beiderseits des Main sind der Meinung, das seien getrennte Staaten.
Aber musst Du dieses toto plus partem nun auch noch damit rechtfertigen, dass der Papst in seinem Segen urbi et orbi die Stadt ebenfalls zweimal erwähnt, da sie schließlich auch Teil des Erdkreises ist? Natürlich willst Du Dich nicht mit dem Papst auf eine Stufe stellen... Woher diese Tiefstapelei?
Und musst Du den scheidenden Stoiber bei der Verleihung des Bayerischen Löwen an Dich so innig herzen, dass die Muschi glatt neidisch wird und wir alle wissen, was Dir das Liebste an Bayern, Verzeihung, Deutschland ist?
In Deinem - wirklich guten - Film möchtest Du das Thema Ideologien und den Umgang mit ihnen behandeln. Das ist schön. Vielleicht drehst Du ja als nächstes einen Film über die mega-konservativen Ideologien, die in Deinen Lieblings-Ländern Amerika und Bayern die Massenmeinung beherrschen.
Viel Erfolg dabei, Dein Wertaufholer.